Übermittlung von Umsatzsteuervoranmeldungen in Neugründungsfällen

Haas - Steuernachrichten

Zum Bürokratieabbau sind Neugründer ab 2021 nicht mehr grundsätzlich zur monatlichen Abgabe von Umsatzsteuervoranmeldungen verpflichtet.

Zum 01.01.2021 wurde § 18 Abs. 2 UStG gerändert. Durch diese Änderung wird für die Besteuerungszeiträume 2021 - 2026 die generelle Verpflichtung zur monatlichen Übermittlung von USt-Voranmeldungen in Neugründungsfällen ausgesetzt. Einhergehend mit einem BMF-Schreiben ändert die Finanzverwaltung den Abschn. 18.7 UStAE wie folgt: Nach 18.7 Abs. 4 UStAE wird folgender Abs. 5 angefügt:

Abschn. 18.7 Abs. 5 UStAE
(5) 1Für die Besteuerungszeiträume 2021 bis 2026 gilt die generelle Verpflichtung zur Abgabe von monatlichen Voranmeldungen in Neugründungsfällen nach § 18 Abs. 2 Satz 4 UStG nicht. 2Der Voranmeldungszeitraum richtet sich in den vorgenannten Besteuerungszeiträumen in Neugründungsfällen nach § 18 Abs. 2 Sätze 1 und 2 UStG. 3Eine Befreiung von der Verpflichtung zur Abgabe von Voranmeldungen kommt für das Jahr der Aufnahme der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit und das folgende Kalenderjahr nicht in Betracht. 4Für die Bestimmung des Voranmeldungszeitraums in dem Kalenderjahr der Aufnahme der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit ist die voraussichtliche Steuer dieses Jahres maßgebend; im folgenden Kalenderjahr ist die tatsächliche Steuer des Vorjahres in eine Jahressteuer umzurechnen. 5Die voraussichtliche Steuer ist zu Beginn der gewerblichen oder beruflichen Tätigkeit vom Unternehmer zu schätzen und dem Finanzamt mitzuteilen. 6Auch für Neugründungsfälle im Jahr 2020 gelten im Besteuerungszeitraum 2021 die vorgenannten Grundsätze, nach denen für die Bestimmung des Voranmeldungszeitraums im Besteuerungszeitraum 2021 nicht § 18 Abs. 2 Satz 4 UStG, sondern § 18 Abs. 2 Sätze 1 und 2 UStG anzuwenden ist, wobei die tatsächliche Steuer des Jahres 2020 in eine Jahressteuer umzurechnen ist. 

Fundstelle

BMF-Schreiben, 16.12.2020, III C 3 - S 7346/20/10001, DStR 2021, 37

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