Spielhallen können Bewirtungskosten nur teilweise steuerlich absetzen

Einkommensteuer

Stellt eine Spielhallenbetreiberin ihren Kunden Snacks und Getränke zur Verfügung, sind die Aufwendungen nicht voll abziehbar.

Das Finanzgericht Köln hat mit einem Urteil entschieden, dass eine Spielhalle, die ihren Besuchern kostenlose Getränke und Snacks zur Verfügung stellt, diese als Bewirtungskosten aus geschäftlichem Anlass gem. § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG nur teilweise absetzen kann. 

Die Klägerin Karla betreibt eine Spielhalle und bot ihren Kunden unentgeltlich Getränke sowie Brötchen, Pizzaecken und Kuchen an. Die Aufwendungen für die Beköstigung belaufen sich auf ca. 30.000 EUR pro Jahr. 

Das Finanzamt erhöhte im Rahmen einer Außenprüfung den steuerlichen Gewinn um 30 % dieser Aufwendungen, da es die Aufwendungen als Bewirtungsaufwendungen nach § 4 Abs. 5 Satz 1 Nr. 2 EStG einstufte. Demnach sind nur 70 % der Aufwendungen als Betriebsausgaben abziehbar. Die Klage hiergegen hatte keinen Erfolg. 

Die von Karla eingelegte Nichtzulassungsbeschwerde beim BFH wird unter dem Az. XI B 54/21 geführt.

Fundstelle

FG Köln, Urteil vom 29.04.2021, 10 K 2648/20, NZB beim BFH, Az. XI B 54/21

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