Mobilitätsprämie

Einkommensteuer

Auszahlung einer Mobilitätsprämie für „Fernpendler“ ab dem Veranlagungszeitraum 2021.

Bis zur Entfernung von 20 km bleibt die Entfernungspauschale unverändert; allerdings wird ab 2021 die Pauschale für alle über 20 hinausgehenden Entfernungskilometer auf 0,35 EUR und sodann ab 2024 auf 0,38 EUR angehoben (vgl. § 9 Abs. 1 Satz 3 Nr. 4 Satz 8 EStG). Ab 2027 beträgt die Entfernungspauschale dann wieder einheitlich 0,30 EUR je Kilometer. 

Wenn sich die ab 2021 erhöhte Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer steuerlich aber nicht oder nicht in voller Höhe auswirkt, weil kein ausreichendes zu versteuerndes Einkommen vorhanden ist, erhalten Geringverdiener auf Antrag eine Mobilitätsprämie. Diese gilt ausdrücklich auch für Fahrten zwischen Wohnung und Betrieb. Dies soll auch für Familienheimfahrten bei doppelter Haushaltsführung, gelten. 

Die Prämie beträgt 14 % der Entfernungspauschale ab dem 21. Kilometer, soweit diese mit anderen Werbungskosten den Arbeitnehmerpauschbetrag von 1.000,00 EUR übersteigt. Bemessungsgrundlage für die Mobilitätsprämie ist höchstens der Betrag, um den das zu versteuernde Einkommen unterhalb des Grundfreibetrages von 9.744,00 EUR für das Veranlagungsjahr 2021 liegt. Der Antrag auf eine Mobilitätsprämie kann nach Ablauf des Jahres 2021 gestellt werden. Von der Mobilitätsprämie profitiert also der Steuerpflichtige, wenn er oder sie ein zu versteuerndes Einkommen unterhalb des Grundfreibetrages hat und der Arbeitsplatz mindestens 21 km vom Wohnort entfernt ist.

Die Mobilitätsprämie soll auf die altbewährte Weise beantragt werden, und zwar über die jährliche Steuererklärung. Hierfür gibt es zukünftig ein zusätzliches Formular, die Anlage "Mobilitätsprämie".

Fundstelle

§ 101 EStG

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