Homeoffice-Pauschale und Zeitfahrkarten

Einkommensteuer

Die Kosten für Zeitfahrkarten öffentlicher Verkehrsmittel können trotz des Ansatzes der Homeoffice-Pauschale als Werbungskosten geltend gemacht werden.

Für die Jahre 2020 und 2021 kann für jeden Tag, an dem ein Arbeit-nehmer ausschließlich im Homeoffice betrieblich oder beruflich tätig wird, eine Homeoffice-Pauschale von 5 EUR, max. 600 EUR im Jahr, als Werbungskosten in der Einkommensteuererklärung geltend gemacht werden. Ein Abzug von Fahrtkosten (z. B. Entfernungspauschale, Reisekosten) ist für diese Tage nicht zulässig. Die Finanzverwaltung hat sich nun zur steuerlichen Berücksichtigung von Zeitfahrkarten für den ÖPNV bei Inanspruchnahme der Homeoffice-Pauschale geäußert. 

Unabhängig von der Inanspruchnahme der Homeoffice-Pauschale ver-tritt die Finanzverwaltung bzgl. der Abziehbarkeit von Aufwendungen für die ÖPNV-Zeitfahrkarte folgende Auffassung: 
„Die tatsächlich geleisteten Aufwendungen für eine Zeitfahrkarte zur Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel für die Wege zwischen Wohnung und erster Tätigkeitsstätte können als Werbungskosten geltend gemacht werden, soweit sie die insgesamt im Kalenderjahr ermittelte Entfernungspauschale übersteigen. Das gilt auch dann, wenn der Arbeitnehmer eine Zeitfahrkarte in Erwartung der regelmäßigen Benutzung für den Weg zur ersten Tätigkeitsstätte erworben hat, er die Zeitfahrkarte dann aber aufgrund der Tätigkeit im Homeoffice nicht im geplanten Umfang verwenden kann. Eine Aufteilung dieser Aufwendungen auf einzelne Arbeitstage hat nicht zu erfolgen.“

Fundstelle

Erlass des FinMin. Thüringen, 17.02.2021

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