Aufsichtsratsvergütung und Umsatzsteuer

Umsatzsteuer

Aufsichtsratsvergütung eines Sportvereins unterliegt nicht der Umsatzsteuer.

Der Kläger K erhielt als Mitglied des Aufsichtsrats eines Sportvereins ein jährliches Budget, das er für den Bezug von Dauer- und Tageskarten, die Erstattung von Reisekosten und den Erwerb von Fanartikeln einsetzen konnte. Das Finanzamt beurteilte die Vergütung des K entsprechend Abschn. 2.2 Abs. 2 Satz 7 UStAE als steuerbar und steuerpflichtig. Die hiergegen erhobene (Anfechtungs-)Klage war erfolgreich. 

Nach der Begründung des Finanzgerichts Köln war K mit seiner Aufsichtsratstätigkeit nichtselbstständig tätig und damit kein Unternehmer i. S. d. UStG. Ein Aufsichtsratsmitglied sei nur dann unternehmerisch tätig, wenn es seine Tätigkeit im eigenen Namen und auf eigene Rechnung ausübe und das hiermit verbundene wirtschaftliche Risiko trage. Diese Voraussetzungen waren nicht erfüllt. 

Mit der Entscheidung folgt das Finanzgericht dem zur Aufsichtsratsvergütung einer niederländischen Stiftung ergangenen EuGH-Urteil vom 13.09.2019, C-420/18, Rs. IO, DStR 2019, 1396. Das Urteil ist rechtskräftig. Die vom Finanzgericht zugelassene Revision zum BFH hat das Finanzamt nicht eingelegt.

Fundstelle

Urteil des FG Köln, 26.11.2020, 8 K 2333/18

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